Manche Attraktionen kündigen sich schon von Weitem an. Die riesige silberne Kugel im französischen Themenbereich, immerhin die größte geodätische Kuppel Deutschlands mit fast 45 Metern Höhe, sieht harmlos aus. Was sich dahinter verbirgt, hat uns dann komplett überrascht.
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Der Eingang allein ist schon ein Erlebnis
Bevor man überhaupt in die Achterbahn steigt, läuft man durch einen originalgetreuen Nachbau des Pariser Moulin Rouge, mit der roten Windmühle als Fassade und mehreren aufwendig dekorierten Wartebereichen, darunter ein Raum im Stil der Pariser Weltausstellung und ein kleines Künstleratelier. Schon hier merkt man, wie viel Liebe zum Detail hier steckt, kein schnell hingestelltes Kulissenbild, sondern ein richtiges kleines Stück Paris.
Dann geht die Fahrt los, und wird ernst
Der Zug schraubt sich zunächst langsam an einer Häuserzeile und am Eiffelturm-Nachbau in die Höhe, in einem sogenannten Trommellift, einer inzwischen ziemlich seltenen Antriebstechnik. Oben angekommen, auf rund 25 Metern, stürzt der Zug dann ins Dunkel. Und genau da beginnt das, was uns wirklich umgehauen hat: eine gut drei Minuten lange Fahrt durch das nächtliche Paris, komplett im Dunkeln, mit Kurven, Richtungswechseln und kleineren Drops, bei bis zu 60 Kilometern pro Stunde. Man sieht kaum, was als Nächstes kommt, spürt die Fliehkräfte aber ziemlich deutlich, und genau diese Kombination aus Musik, Tempo und Orientierungslosigkeit im Dunkeln macht die Fahrt so intensiv.
Die Musik war wirklich der Hammer
Was uns am meisten in Erinnerung geblieben ist, war der Soundtrack. Erst atmosphärisch und ruhig während des Aufstiegs, dann wird die Cancan-Musik immer treibender, je schneller die Fahrt wird, bis am Ende bunte Lichter das große Finale ankündigen und man mitten im Pariser Nachtleben landet, mit den Tänzerinnen des Moulin Rouge als letztem Bild vor der Ausfahrt. Diese musikalische Steigerung, die genau mit dem Streckenverlauf mitgeht, muss man einfach selbst erlebt haben, das lässt sich schwer in Worte fassen.
Ehrlich gesagt: Wir waren froh, als es vorbei war
Das soll nicht negativ klingen, im Gegenteil, aber es ist eine Fahrt, die einen wirklich mitnimmt. Die Dunkelheit, die Richtungswechsel, die Musik, das Tempo, alles zusammen sorgt für ziemlich viel Reizüberflutung auf einmal. Für Menschen mit empfindlichem Gleichgewichtssinn oder wer generell nicht so viel mit Achterbahnen im Dunkeln anfangen kann, ist das definitiv nichts. Wir haben es trotzdem erlebt, und würden es auch wieder tun, aber danach war uns erst mal nach einer ruhigen Bank am See im französischen Themenbereich zumute.
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